BIK: Bavarian Iron Kingdoms

Wolken im Norden

Start-XP: 38

Kohan ist auf unbestimmte Zeit im Norden unterwegs – empfohlen von Uljana Kostjanowa, befohlen von Vasily Fedorowitsch. Keine Ahnung, welche Reihenfolge ich da einhalten soll, Wladimir Sergejewitsch ist wohl ebenfalls nicht begeistert. Natalia ist zum Brauen abgestellt, ich soll bei Bedarf ihren Jack weiterführen bis sie dort wieder herausgelöst wird.

Zwei Wochen Patrouillen- bzw. Werkdienst später, Mitte Octesh, erhalte ich eine Vorladung zu Wladimir Sergejewitsch:
Seine Königliche Hoheit Achar Greyvan (Großfürst Sargetstea) hat um Hilfe gebeten. Er versucht gerade, mit gutem Erfolg, die Barbarenstämme im Norden einzugliedern. Seine Hauptstadt, Hochesked, ist das Ende der Schmalspur-Bahnlinie von Tverkutsk aus. Er erschließt immer wieder neue Rohstoffvorkommen, aber hat zu seiner neuesten Mine seit zwei Monaten keinen Kontakt mehr. Vor einem Monat wurde ein zwanzig Mann starkes Kontingent der Wintergarde ausgeschickt, welches nun ebenfalls verschollen ist.
Auftrag: Prüfen, was passiert ist, retten, was zu retten ist, zerstören, was zerstört werden muss. Abreise in zwei Tagen per Zug.

Nach weiteren zwei Tagen Zugfahrt ohne Komplikationen kommen wir in Hochesked an. Ein Cousin des Großfürsten empfängt uns und hat alles gut organisiert. Wir erhalten Kartenmaterial und Informationen über den Zielort – eine noch nicht erschlossene neue Mine, wohl Edelsteine, die auch gut meinen Plänen für neue Cortizes entgegen kommen…

Abends lassen wir uns noch dialektisch aktuelle (drei Monate alte) Informationen aus der Zielgegend mitteilen. Im Morgengrauen treffen wir die zehn Fuhrleute unserer Kohlekarren und reisen los; eine Reise ins Ungewisse, die aufgrund der Fuhrwerke über eine Woche dauern wird – wenn alles gut läuft. Vasiliy Komorovski besteht auf Wachen, die wir damit auch aufstellen.

Am vierten Abend erkennen wir schon die Berge und befinden uns im Vorgebirge. Des nächtens fällt unserem Kapitan während seiner Wache auf, dass es plötzlich sehr kalt wird und die Pferde unruhig werden. Die Zeit reicht, um Rüstungen und Jacks anzuheizen, aber bald schon wird die Temperatur normaler. Entweder wurden wir ausgekundschaftet oder waren zu unruhig. Beim Morgengrauen machen sich Lew Alexejewitsch und Vasily auf die Spurensuche um das Lager herum. Sie entdecken Spuren, die vermutlich von Winter-Argus, eine Art zweiköpfiger Frostwolf, Rudeltiere, sehr problematisch für leicht Gerüstete, stammen. Wir fahren weiter, Jacks und Rüstungen bleiben mindestens bis zum späten Vormittag unter Dampf…

Alle sind angespannt, ich bin froh um Ivan und dass wir wenigstens Svetlana mitnehmen können.


Zweiter Spieleabend


Am späten Vormittag finden wir die Spuren eines Kampfes – drei khadoranische Pferde liegen, ohne Zaumzeug und abgenagt, an einem Baum. In zehn Metern Höhe hängt ein weiterer Kadaver. Das war nicht das Werk eines Argus’, auch wenn zwei konische Spuren verkühlter Vegetation und ein abgeplatzter Findling auf irgendwelche Eiswesen hindeuten…

Es finden sich sonst den ganzen Tag keine Hinweise auf feindliche oder freundliche Bewegungen. Abends werden die Wägen in Hufeisenform aufgestellt, die Jacks und Rüstungen jedoch nicht unter Feuer gehalten. Zu Iwans Wache werden wir angegriffen – glücklicherweise schafft es der angreifende Argus nicht, mit seinen beiden Odemangriffen unseren Wächter einzufrieren, so dass dieser Alarm geben kann.

Es erweist sich, dass ich als Kampfmagier nichts zustande bringe, da fast alle meiner Zauber nur auf Jacks funktionieren und ich ungerüstet zu verwundbar bin. Alle anderen sind im Nahkampf und müssen mühsam ihre Gegner zu Boden ringen. Trotzdem ruft der Rudelführer seine Schergen zurück. Vasiliy erschießt seinen Gegner noch davor, Svetlana nutzt die Flucht ihres Gegners, um diesem den Garaus zu machen, der Rest entkommt. Einer der Fuhrleute ist gestorben, aber insgesamt vier Argi. Immerhin. Ich beende die Wache und mache mir nebenbei Gedanken, wie ich effektiver eingesetzt werden kann. Eine arkano-mechanische Vorrichtung zum schnelleren Anlegen der Rüstung beispielsweise…

Der sechste Tag seit Verlassen von Hochesked beginnt mit der Bestattung des Fuhrmannes. Die restlichen Fuhrleute, alles gestandene Männer, die alt genug sind, ihre Mindestdienstzeit im Militär verbracht zu haben und noch ein ordentliches Stück Lebenserfahrung draufgepackt zu haben, sind sichtlich nervös. Jeder hat sein Gewehr in der Hand und sie machen sich und die Pferde unruhig. Nach dem zweiten Schuß ins Gebüsch gebiete ich Feuerzucht unter Androhung des Einziehens der Gewehre.

Wir reisen weiter; der folgende Tag und die Nacht bleiben trotz, oder wegen, unserer Vorbereitungen ruhig. Am siebten Tag erreichen wir eine Brücke, aus der ein Stück entfernt (herausgebissen?) wurde. Da wir einen Tag vor der Mine nicht auf die Fuhrwerke verzichten wollen, nehmen wir uns ein paar Stunden Zeit, sie wieder benutzbar zu machen. Tag wie Nacht werden wir inzwischen vom Heulen der Argi begleitet, aber keiner von ihnen lässt sich blicken.

Am achten Tag kommen wir endlich und wie erwartet am Ort der Mine an. Die sechs Meter hohe Palisade. mit der die Ortschaft geschützt wird, ist an mehreren Stellen eingerissen bzw. eingedrückt, kein Rauch oder sonstiges Lebenszeichen ist zu erkennen. Svetlana bleibt zurück, um Fuhrwerke und Fahrer zu sichern, während wir mit Druug und Setka einrücken. Der Außenposten ist gut eingerichtet, Erz- und Kohlehaufen liegen bereit, sogar eine Gießerei. Wir finden getötete Pferde in Ställen, aber keine toten Menschen. In den Häusern sind noch nicht verräumte Mahlzeiten zu sehen, das Kontingent der Wintergarde ist offensichtlich, zumindest in Teilen, hier angekommen.

Der Stolleneingang ist verschüttet, er wurde wohl gesprengt, der Fuß eines Jacks. der aus dem Geröll herauslugt, deutet darauf hin, dass entweder eilig oder mit höchstem Einsatz gehandelt wurde. Wir vermuten, dass sich die Anwesenden vor zwei Wochen mit Ausrüstung, Nahrung und wohl auch Pferden im Stollen eingeschlossen haben. Der Plan ist, an unserem ersten Tag die Verteidungsfähigkeit der Siedlung (vier Breschen und das kaputte Tor) zumindest zu verbessern und uns ab dem zweiten Tag in den Stollen vorzuarbeiten.

Gerade als wir uns orientiert haben, fällt uns eine Gestalt auf, etwa 100m weiter oben am Berg,, in schwarzer, weiter Kleidung. Nachdem wir ihm zu erkennen gegeben haben, dass wir ihn gesehen haben und ihn grüßen, gestikuliert er ebenfalls, ein Blitz schlägt bei ihm ein und er ist verschwunden. Beachtlich, furchteinflößend – motivierend.

End-XP: 42

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Ach ja, unsere gestattete Liste an Einsatzmaterialien:
400 Schuss leichter Munition
150 Schuss schwerer Munition
ChainGun und sechs Gurte
MiniSlugger und drei Gurte
Raketen, 6 (für Lews Raketenwerfer)
Würgegas-Granaten, 5 (für Lews Karabiner)
Rauchgranaten, 15
Säuregranaten, 5
Brandgranaten, 5
KO-Bombe, 5
Alch. Heilmittel, 10
Heilendes Einreibemittel, 20
Licht in Flaschen, 10
Gegengift, 5

5 Fuhrwägen für Kohle/Jacks

Wolken im Norden
 

So, habe die beiden Spieleabende mal zusammengefasst. Nächstes Mal gibt’s einen neuen Eintrag. ;-)

Wolken im Norden
Finrod

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